Sonntag, 9. November 2014

Apfel-Marzipan-Muffins

 Und da sind sie wieder: die kleinen Früchte, in denen sich die Farben der wohl schönsten Jahreszeit so wunderbar widerspiegeln. Äpfel sind das vermutlich am besten bekannteste Obst, das so selbstverständlich gegessen wird, dass es kaum wirklich wertgeschätzt wird. Doch gerade im Herbst sind Äpfel eine Köstlichkeit. Wenn man in meiner Heimat durch die Pfälzer Weinberge fährt, findet man die frischesten Ernten aller hundert Meter am Straßenrand. Allein beim Gedanken an die knackige Frucht mit dem saftigen Inneren läuft einem das Wasser im Mund zusammen.


Eigentlich sind so gute Äpfel viel zu schade, um sie in Teig zu versenken und weich zu backen, doch in Kuchenform schmecken sie leider viel zu gut, als das man die Herbstzeit verstreichen lässt, ohne ausreichend viele Apfelkuchen gegessen zu haben :)


Für 12 Muffins:

300g Apfel
100g Butter, zimmerwarm
100g Zucker
1/4 TL Vanille, gemahlen
1/2 TL Zimt
2 Eier
125g Mehl
25g Speisestärke
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
125g Jogurt
80g Marzipan

Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. 
Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Butter zusammen mit dem Zucker, der Vanille und dem Zimt in einer größeren Schüssel gut schaumig schlagen.
Die Eier nacheinander einzeln dazu fügen und jeweils gut einrühren. 
Mehl, Speisestärke, Backpulver und Salz dazu sieben und mit dem Jogurt unterrühren.
Den Marzipan in kleine Stücke zupfen und mit den Apfelwürfeln unter den Teig heben.
Die Masse auf die Muffinförmchen verteilen und im Ofen etwa 15-20 Minuten backen.
Am Ende der Backzeit am besten die Stäbchenprobe machen, ob die Muffins auch wirklich durch sind.
Abkühlen lassen und vor dem Servieren nach Bedarf mit Puderzucker bestreuen.


Genießt den Sonntag  

Sonntag, 2. November 2014

Vegane Rosenkohl-Quiche

Ich weiß ja, wie kontrovers Rosenkohl diskutiert wird. Die einen lieben ihn, die anderen verachten ihn. Ich selbst mochte ihn früher überhaupt nicht. Meine Mutter hat ihn jedes Jahr etwa einmal gekocht, sehr zum Widerwillen der ganzen Familie. Doch seit ich selbst einkaufe, bin ich plötzlich auf den Geschmack gekommen. Rosenkohl ist einfach so billig und im Herbst und Winter leicht zu bekommen. Und zubereitet ist er auch richtig schnell.


Die Quiche ist ähnlich der Spinat-Champignon-Quiche, die ich hier schon einmal gepostet hatte.
Man kann zum Rosenkohl natürlich auch noch beliebig anderes Gemüse mit hinein geben, wie zum Beispiel Lauch.


Für eine Tarteform:

250g Mehl
1/2 TL Salz
150g kalte Margarine
1 EL Sojamehl (ich hatte nur Speisestärke, kann man aber auch ganz weglassen)
Fett für die Form

1 Netz Rosenkohl (750g)
1 Räuchertofu
1 Zwiebel
400ml Pflanzensahne
4 EL Speisestärke
Öl, Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Für den Boden das Mehl mit dem Salz, 3 Esslöffeln kaltem Wasser und der Margarine zügig zu einem Teig verarbeiten. Für etwa 30 Minuten kalt stellen.
Den Rosenkohl putzen und die äußeren Blätter entfernen, dann vierteln.
Den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 
Den Räuchertofu und die Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden und mit etwas Öl scharf anbraten.
Die Speisestärke mit ein klein bisschen Wasser verrühren und mit der Pflanzensahne mischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat gut würzen. Den Rosenkohl und die Zwiebel-Tofu-Mischung dazugeben und unterrühren.
Den Teig ausrollen und in die Form geben. Mit einer Gabel einstechen.
Anschließend die Mischung auf dem Teig verteilen und im Ofen für etwa 60 Minuten backen lassen, bis die Oberfläche knusprig braun ist.

Wer den Rosenkohl etwas weicher möchte, kann ihn vorher kurz in heißem Wasser blanchieren.


Einen wundervoll sonnigen Sonntag Euch allen 

Sonntag, 26. Oktober 2014

Selbstgemachter Chai-Sirup

Einen wundervollen Sonntag wünsche ich Euch. Dank der Zeitumstellung ist dieser Morgen herrlich entspannt. Genug Zeit also, sich mit einer heißen Tasse Chai ans Fenster zu setzen und die bunten Blätter vorm grauen Himmel zu beobachten. Wenn der Sirup dafür auch noch frisch gekocht wurde, duftet die gesamte Wohnung grandios nach Zimt und Winter. Genießt man das ganze mit aufgeschäumter Mandelmilch, ist es außerdem eine schöne vegane Köstlichkeit. Ich durfte diese nämlich als ein weiteres Getränk von Alpro testen, und sie ist zwar, genau wie der Kokosnussdrink, leider etwas teurer als normale Sojamilch, schmeckt aber pur so herrlich süß und leicht nussig und lässt sich dazu sehr gut aufschäumen. Ab und zu muss man sich ja auch mal was gönnen :)


Für ein 300ml Glas:

300g Zucker
250ml Wasser
1 Zimtstange
1 daumengroßes Stück Ingwer, in feine Scheiben geschnitten
5 Kardamomkapseln, leicht angedrückt
5 Nelken
für mehr winterliche Gefühle: 1TL Spekulatiusgewürz

Den Zucker mit dem Wasser zusammen aufkochen und die Gewürze dazugeben. Für etwa 10-15 Minuten köcheln lassen. Anschließend durch einen feinen Sieb in ein Einmachglas füllen.
Zum sofortigen Genuss (Pflanzen-)Milch erwärmen, je nach Möglichkeit aufschäumen und einen Teelöffel Chai-Sirup einrühren.


Der Sirup eignet sich auch wunderbar zum Verschenken. Einfach in ein kleines Gläschen füllen und nach Belieben verzieren und hübsch beschriften. Danke Tamy :)


Vielen Dank nochmal an Alpro. Da das Paket in der Heimat angekommen war, hat sich meine Mutter das beiliegende Eichhörnchen gleich geschnappt und zusammengenäht :)



Samstag, 18. Oktober 2014

Veganer Apfel-Haselnuss-Kuchen

So langsam wird es richtig Herbst. Morgens ist es länger dunkel und Nebel liegt auf den bunten Bäumen. Was gibt es da schöneres, als am Wochenende mit einer heißen Tasse Tee und einem Stück frisch gebackenem Apfelkuchen auf dem Sofa zu sitzen und zu entspannen? Richtig: 2 Kuchenstücke (oder 3 ;). Der folgende Kuchen ist nämlich so verführerisch zart und knusprig zugleich, dass man schwerlich sich beherrschen kann, sich nicht ein Stück nach dem anderen abzuschneiden.


Für eine Kastenform:

500g Äpfel (ca. 3 Stück)
1/2 Zitrone
150g Margarine
170g Zucker
200g Mehl
150g Haselnüsse, gemahlen und geröstet
1/2 TL Vanillepulver
3 TL Zimt
1 Pck. Backpulver
3 EL Speisestärke oder Sojamehl
1 Prise Salz
125ml Sojamilch

Zunächst die Äpfel schälen und in mittelkleine Würfel schneiden. Die halbe Zitrone gut waschen, die Schale vorsichtig abreiben und den Saft auspressen. Zusammen mit den Äpfeln durchmischen.
Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Kastenform gut fetten.
Dann die Margarine mit dem Zucker in einer mittelgroßen Schüssel mit einem Handrührgerät schaumig schlagen. Anschließend alle trockenen Zutaten vermischen und zusammen mit der Sojamilch gut unterrühren.
Zuletzt die Apfelstücke unterheben und in die Form geben.
Im Backofen etwa 50-60 Minuten backen, bis der Kuchen leicht gebräunt und durch ist. Am besten vor dem Herausnehmen die Stäbchenprobe machen.
Den Kuchen in der Form etwas abkühlen lassen, danach vorsichtig heraus lösen und mit Puderzucker bestreuen.

Nach einem Rezept von Nicole Justs "Vegan Backen"

Genießt das Wochenende!

Samstag, 4. Oktober 2014

Feige mit Schafskäse auf einem Zucchinibett an Honig-Senf-Vinaigrette

Was gibt es schöneres als in den Garten zu gehen und sich sein Obst und Gemüse frisch pflücken zu können? Wenn man genau weiß, wie und wo es gewachsen ist. Zum Glück bin ich gerade zu Hause, denn hier steht ein großer Feigenbaum im Garten, der zur Zeit täglich reife Früchte hat. Der unglaublich süße Geschmack und die tolle Farbe übertreffen die Feigen aus dem Supermarkt um Längen. Und da sie zum Backen fast zu schade sind, gibt es sie heute als Vorspeise oder als kleine Mahlzeit für zwischendurch.


Für 2 Personen:

1/2 Zucchini
4 Minzblätter
1/2 Schafskäse
1-2 Feigen
1 TL Senf
1 TL Honig
Öl, Essig, Salz, Pfeffer

Zunächst die Zucchini in feine Stifte hobeln und die Minzblätter hacken. In einer Schüssel mit etwas Öl und Essig übergießen, salzen, pfeffern und die Minzblätter dazu geben. Etwa 5-10 Minuten durchziehen lassen.
Den Schafskäse entweder mit einem Messer oder einem Dessert-Ring einen etwa 10 cm großen Kreis ausschneiden. Das Stück in der Höhe in 2 Hälften teilen.
Für die Vinaigrette 1 TL Öl, 1 TL Essig, den Honig und den Senf mit Salz und Pfeffer verrühren.
Zum Anrichten erst die marinierten Zucchini-Stiftchen auf dem Teller platzieren. Dann die Scheibe Schafskäse darauf setzen. Mit etwas Vinaigrette übergießen. Anschließend eine Hälfte der Feige nochmals teilen und auf dem Käse anrichten. Nach Bedarf noch etwas Soße darüber gießen.
Mit dem zweiten Teller genauso verfahren. Natürlich können auch mehr Feigen verwendet werden :)


Dienstag, 23. September 2014

Kaiserschmarren

Dieses Wochenende stand unter einem Motto: österreichische Küche. In Berlin war das Wetter eher grau und herbstlich kühl, sodass die Lust auf Soulfood groß war. Und was gibt es besseres als herrlich duftenden, frisch aus dem Ofen kommenden Kaiserschmarren? Und davor Semmelknödel mit Pilzsoße? Klingt gut gell? :) 
Die Knödel waren leider nur so schnell weg (ebenso wie das Licht), dass zum Fotografieren keine Zeit mehr blieb. Daher gibt es zunächst erstmal das süße Rezept (das natürlich viel interessanter ist).


Für ca. 3 Portionen:

4 Eier
1 Prise Salz
30 Zucker
1/4 TL gemahlene Vanille
80g Mehl
20g Speisestärke (oder ebenfalls Mehl)
100g Sahne
50g Rosinen
2 EL Butter
Puderzucker zum Bestäuben

Zunächst die Eier trennen. Die Eiweiß in einem Rührbecher mit der Prise Salz steif schlagen. Danach die Hälfte des Zuckers hineinrieseln und weiter schlagen, bis eine glänzende Masse entstanden ist.
Die Eigelbe zusammen mit dem restlichen Zucker und der Vanille in einer größeren Schüssel schaumig rühren.
Danach das Mehl und die Speisestärke dazu sieben und mit der Sahne unterrühren. Anschließend Den Eischnee und die Rosinen vorsichtig unterheben.
Eine ofenfeste Pfanne auf den Herd stellen und bei geringer Hitze 1 EL Butter schmelzen. Den Teig hinein geben und etwa 5 Minuten stocken lassen. Währenddessen den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze aufheizen. Die Pfanne in den Ofen stellen und circa 10 Minuten backen lassen, bis der Teig nicht mehr flüssig ist. Die Zeit kann je nach Pfannengröße variieren.
Die Pfanne aus dem Ofen nehmen und wieder auf den Herd stellen. Mit einem Pfannenwender in kleine Stücke teilen, den zweiten Esslöffel Butter und etwas Puderzucker darüber geben und bei mittlerer Hitze etwas anbraten lassen. Anschließend nochmal mit Puderzucker bestreuen und servieren.
Vorsicht, die Pfanne ist immer noch heiß, nicht an den Griffen anfassen (ich spreche aus unfreiwilliger Erfahrung ;)

                nach einem Rezept von Annik Wecker

Sonntag, 14. September 2014

Risotto mit gebackener Zucchini und Limone

Risotto ist eines der Gerichte, die für mich fest verbunden sind mit Italien. Seit ich denken kann, sind wir mit der Familie jeden Sommer an die Adria gefahren. Und da ich dieses Jahr nicht dort gewesen bin, muss eben die heimische Küche für Erinnerungen an das wunderbare Essen dort genügen.


Für 2 Personen:

1 Zwiebel
20g Butter
1 EL Olivenöl
100g Reis
300-500ml Gemüsebrühe
1 große Zucchini
50-70g Parmesan
1-2 Spritzer Limonensaft
Salz, Pfeffer

Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.
Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze oder Grill vorheizen. Die Zucchini in etwa 0,5cm dicke Scheiben schneiden. Mit etwas Öl beträufeln und solange backen, bis sie leicht gebräunt sind.
In einem größeren Topf die Butter mit dem Olivenöl schmelzen und die Zwiebel anschwitzen. Anschließend den Reis dazugeben. Weiterdünsten, bis der Reis etwas glasig geworden ist. Dann mit einigen Kellen Gemüsebrühe ablöschen. Sobald der Reis das Wasser aufgesogen hat, weiter Brühe dazugeben. So bei niedriger Hitze fortfahren, bis der Reis gar ist. Dabei können die Flüssigkeitsmenge und die Kochzeit variieren.

Sind die Zucchini gar, aus dem Ofen nehmen und in kleine Stücke schneiden. Danach unter das Risotto heben. Den Parmesan ebenfalls in den Topf reiben und zusammen mit dem Limonensaft unterrühren. Den Deckel auflegen und für etwa 5 Minuten durchziehen lassen. Nach Bedarf abschmecken, auf Teller verteilen und mit Parmesan und Zucchinispalten garnieren.